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Matthäus Merian (1593 - 1650):

Matthäus Merian wurde am 25. September 1593 in Basel als Sohn des Sägemühlenbesitzers und Ratsherrn Walther Merian geboren. Der junge Merian zeigte schon frühzeitig eine grosse Liebe zur Kunst. Der Vater erkannte die Begabung seines Sohnes und übergab im Jahre 1609 den Sechzehnjährigen, nach dem Besuch des Gymnasiums, dem Maler und Kupferstecher Dietrich Meyer in Zürich zur Ausbildung. Nach einer vierjährigen Ausbildung hatte Matthäus Merian so grosse Kenntnisse erworben, dass er im Jahre 1613 nach Nancy berufen wurde. Hier lernte er den berühmten Kupferstecher Jacques Callot aus Paris kennen. Um seine Fähigkeiten zu vervollständigen ging er nach Paris und arbeitete mehrere Jahre in der Werkstatt von Callot mit grossem Erfolg. Nach weiteren erfolgreichen Tätigkeiten in Augsburg, Stuttgart und den Niederlanden kehrte er in seine Heimat zurück um eine Studienreise nach Italien vorzubereiten. In dieser Zeit lernte er den Verleger, Buchhändler und Kupferstecher Theodor de Bry kennen. Dieser holte ihn in seine Werkstatt nach Oppenheim.
Im Jahre 1618 heiratete er Maria Magdalena, die Tochter von Theodor de Bry. Zwei Jahre später zog er mit seiner jungen Familie nach Basel. Dort machte er sich selbständig, nach dem er das Zunftrecht erworben hatte. Hier schuf er in den nächsten Jahren mit mehr als 250 kleinformatigen Landschaftsbildern aus der Baseler Region den Grundstock für sein grösstes Werk, die Topographia Germaniae. Nach dem Tod seines Schwiegervaters verliess Matthäus Merian mit seiner Familie Basel und zog nach Frankfurt am Main um dort zusammen mit seinem Schwager die Firma seines Schwiegervaters fortzuführen. Im Jahr 1626 erhielt er in Frankfurt das Bürgerrecht und wurde dort selbstständiger Verleger. Frankfurt am Main war zu dieser Zeit die Metropole des damaligen Buch- und Kunsthandels in Mitteleuropa. Hier entfaltete er eine grossartige Tätigkeit und verband in seinem Geschäft kaufmännisches Geschick mit künstlerischem Sinn in beeindruckender Weise.
Seit dem Jahre 1640 führte er die Firma in alleiniger Verantwortung. In der Folgezeit konnte er grosse Erfolge erzielen und veröffentlichte namhafte Werke, wie zum Beispiel die „Merianbibel“, von Johann Ludwig Gottfried die „Weltchronik“, und das „Theatrum Europaeum“, und ausserdem Stadtpläne, Chroniken, und naturwissenschaftliche, medizinische und theologische Bücher. Die von 1642 bis 1655 entstandene, hauptsächlich nach den Ortsbeschreibungen von Martin Zeiller konzipierte „Topographia Germaniae“ gilt als das Hauptwerk von Matthäus Merian.
Im Jahre 1645 starb seine 1. Frau und hinterließ ihrem Mann 8 Kinder. Bereits 1646 heiratete Matthäus Merian zum zweiten Mal. Aus dieser Ehe stammten zwei Kinder. Am 19.Juni 1650 starb Merian in Bad Schwalbach, nachdem er schon mehrere Jahre durch Krankheit gezeichnet gewesen war. Er war der Begründer der bekannten Kunstverleger- und Kupferstecherfamilie in Frankfurt am Main, dessen Söhne Matthäus Merian der Jüngere und Caspar Merian das Werk des Vaters fortführten.
Matthäus Merian der Ältere gab seit 1640 eine Reihe von „Topographien“ verschiedener Länder heraus. Es erschienen 30 Bände mit über 2000 Stadt- und Ortsansichten.
Die von Merian nach der Natur aufgenommenen Ansichten sind in der Perspektive meisterhaft und stellen oft die ältesten dokumentierten Ansichten auch von kleineren Städten, von Schlössern und Herrensitzen dar. Die „Topographia Germaniae“ (Deutschland) besteht aus 16 Bänden. Diese umfassen Darstellungen aus allen Regionen des „Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation“. Deshalb werden darin ausser dem heutigen Deutschland auch die Schweiz, Burgund, die Niederlande, Böhmen, Mähren und Österreich dargestellt. Sie erschienen in mehreren Auflagen zwischen 1642 und 1704.
Die von mir ausgewählten und zusammengestellten Kupferstiche stammen aus den Bänden Nr. 13 Brandenburg-Pommern, Nr. 14  Niedersachsen und Nr. 15 Braunschweig-Lüneburg. Einige Kupferstiche stammen auch aus dem Theatrum Europäum.

 

Johann Gabriel Friedrich Poppel (1807 - 1882):

Johann Gabriel Friedrich Poppel wurde am 14. Mai 1807 in Hammer bei Nürnberg geboren. Er war ein bedeutender deutscher Kupfer- und Stahlstecher, Architekturzeichner und Landschaftsmaler.
Poppel ging 1838 nach München und schuf dort eine beachtliche Anzahl von Kupfer- und Stahlstichen mit hohem künstlerischen Anspruch.
In vielen Werken arbeitete er mit dem Stahlstecher Georg Michael Kurz (1815–1883) zusammen.
Johann Gabriel Friedrich Poppel illustrierte folgende Werke:
Das Mecklenburgische Album wurde von B. S. Berendsohn im Jahre 1855 in Hamburg herausgegeben und verlegt. Es umfasst 60 Stahlstiche mit Ansichten aus dem Großherzogtum Mecklenburg Schwerin und dem Großherzogtum Mecklenburg Strelitz. Die Stahlstiche in diesem Werk wurden nach Zeichnungen von Julius Gottheil gestochen.
Das Königreich Preußen in malerischen originalen Ansichten erschien 1842 in Leipzig.
Das Brandenburgische Album und das Hamburgische Album erschienen ebenfalls in Hamburg im Berendsohn Verlag unter Mitarbeit von Georg Michael Kurz nach Zeichnungen von Julius Gottheil.
Weitere Illustrationen erschienen 1845 in der Galerie Europäischer Städte in München und Denkmale deutscher Baukunst in Leipzig 1855/69. Außerdem arbeitete er an vielen weiteren sehr bedeutenden Werken.
Johann Gabriel Friedrich Poppel starb am 6.August 1882 in Ammerland am Starnberger See.

 
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